Mittwoch, 18. Mai 2016

Rezension - Mein Herz wird dich finden von Jessi Kirby




Titel: Mein Herz wird dich finden
Originaltitel: Things we know by Heart
Autor/-in: Jessi Kirby
Seitenzahl: 365 Seiten
Verlag: Sauerländer

(Klappentext)

Eine Liebe, die tragisch endet.
Eine neue Liebe, die tragisch beginnt. 
Ein Herz, das nicht aufhört zu lieben.
Und am Ende der Tränen: das Glück.
400 Tage ist es her. 
Vor 400 Tagen ist Mias grosse Liebe bei einem Autounfall ums Leben gekommen. Vor 400 Tagen hat Noah eine zweite Lebenschance bekommen. 
Als sie einander begegnen, spüren sie beide sofort, dass sie zusammen gehören. 
Doch nur Mia weiss, dass Noah ihr niemals begegnen wollte. Dass sie gegen seinen ausdrücklichen Willen gehandelt hat, als sie sich auf die Suche nach ihm gemacht hat. Dass Noah niemals wissen wollte, wer vor 400 Tagen ums Leben gekommen ist. Weil es irgendwie nicht richtig ist, dass er weiterleben darf – nur weil jemand anderes gestorben ist. 
Doch für Mia ist es, als wäre die Welt plötzlich wieder in Ordnung. Als wäre das Leben wieder bunt und schön. Und als hätte sie Noah nicht verschwiegen, dass sie einander nur begegnet sind, weil sie wissen wollte, wer der Mensch ist, der das Spenderherz ihres Freundes bekommen hat. Doch wie glücklich darf sie nach Jacobs Tod eigentlich sein? Und wann wird aus Schweigen … Verrat? 
Mia muss Noah erzählen, wer sie ist. Aber was bedroht ihre Liebe mehr? Eine Lüge – oder die Wahrheit?


Ich bin die Art von Person welche weder Klappentexte noch Zusammenfassngen jeglicher Art liest, da ich jeden auch noch so kleinen Spoiler vermeiden will. Folglich bin ich ahnungslos und ohne Vorurteile an das Buch heran gegangen. Von der Autorin war mir auch unbekannt, muss ich zugeben. 
Das Buch beginnt direkt im Geschehen. Die Protagonistin, Mia, verliert ihren Freund, Jacob, bei einem Unfall. Die Eltern haben sich für Organspende entschieden und so beginnt Mias suche. Mia nimmt mit all den Organspendern Kontakt auf, sie schreibt duzende von Briefen. Alle ausser einer Antwortet - der Herzempfänger. Doch genau diesen willte Mia kennenlernen.
Mia macht sich selber auf die Suche nach Noah und findet ihn dann auch....
Am Anfang von jedem Kapitel befindet sich ein Zitat über das Herz, diese las ich stets sehr gerne und ich empfand es als eine sehr einzigartige Idee.
Den Schreibstil empfand ich als sehr angenehm und abwechslungsreich. Alles war sehr gut beschrieben und ich konnte mir die Orte und Personen sehr gut vorstellen. 
Zum Teil haben mich die Spitznahmen der Charaktere sehr verwirrt wie zum Beispiel Noahs Spiztname: Col. Das ganze Buch hindurch habe ich mich gewundert wie man von Noah auf Col kommt, bis ich dann später das Buch auf Englisch gesucht habe... Fast alle Namen wurden geändert so auch Noahs Name. Im Original heisst Noah Colton - daher der Spitzname Colt. Das fand ich persönich nicht so gut gelungen. Dass Namen geändert werden kenne ich schon von anderen Büchern aber dass gleich etwa 90% geändert wird, das finde ich jetzt doch ein bisschen extrem, übertrieben und unnötig.
Dieser Punkt war auch der grösste negative Punkt des Buches, den ansonsten fand ich es wunderbar!
Ich finde, es braucht noch einen zweiten Band, denn für mich hat die Geschichte mit Noah und Mia erst richtig begonnen. Wer weiss, vielleicht gibt es ja mal einen zweiten Band!


Abgesehen von den ungeschickt geänderten Namen und dem sehr offenen Ende mochte ich das Buch sehr!

Ich gebe:






*Vielen Dank an die Lüthy Buchhandlung für dieses Leseexemplar.

Donnerstag, 25. Februar 2016

Rezension - Witch Hunter von Virginia Boecker



Titel: Witch Hunter
Autor/-in: Virginia Boecker
Seitenzahl: 400 Seiten
Verlag: dtv


Als die 16-jährige Elizabeth mit einem Bündel Kräuter gefunden wird, das ihr zum Schutz dienen soll, wird sie in den Kerker geworfen und der Hexerei angeklagt. Doch wider Erwarten retten weder Caleb, ihr engster Freund und heimlicher Schwarm, noch ihr Lehrmeister Blackwell sie vor dem Scheiterhaufen. Stattdessen befreit sie in letzter Sekunde ein ganz anderer: Nicholas Perevil, der mächtigste Magier des Landes und Erzfeind aller Hexenjäger. Er lässt sie heilen und nimmt sie bei sich und den Magiern auf. Denn längst ist im Hintergrund ein Machtkampf entbrannt, und Elizabeth spielt darin eine Schlüsselrolle. Nun muss sie sich entscheiden, wo ihre Loyalitäten liegen.


Elizabeth, die Protagonistin, schliesst der Leser schnell ins Herz, oder zumindest war das bei mir so. Sie ist zum Teil nicht offen für neues, sie bleibt bei dem was sie kennt, was sie weiss. Ich sage nicht, dass es schlecht ist, nicht so schnell von seinem Weg abzukommen, sie sollte lediglich ein offenes Ohr für neues haben. Ansonsten ist sie ein hübsches, schlaues, mutiges und treues Mädchen. 
Die Wende in der Geschichte habe ich nicht erwartet, sie hat mich genauso überrascht wie Elizabeth. Das Buch war sehr gut durchdacht, es gab viele Anzeichen auf die Wende, aber nur so viele, damit es nicht offensichtlich wurde. Gleichzeitig blieb die Spannung durch das ganze Buch hindurch bestehen.
Egal ob Humor, Action, Trauer oder Liebe, alles war enthalten.
  

Ein grosses Thema des Buches ist die Hexenverfolgung im 16. Jahrhundert, was wiederum sehr viel Sachwissen verlangt, und das hatte Virginia Boecker eindeutig. Das Buch bietet Einblicke in die Seite der Hexenjäger, wie auch der Zauberer, Hexen, Heiler und Wahrsager, was ich sehr spannend fand. Ich bin echt fasziniert von diesem Buch, es gibt nichts negatives zu sagen. Auch der Schreibstil war makellos. Einzigartig, fliessend, umwerfend. Durch den einzigartigen Schreibstil, gelang es Virginia Boecker mich so in ihren Bann zu ziehen, dass ich mehr als ein Mal Herzrasen hatte, weil es eine sehr gefährliche Situation gab, oder mein ganzer Körper kribbelte wegen einer romantischen Handlung.  


Es ist ein magisches Buch, wortwörtlich. 

Ich gebe:



Vielen Dank an die Lüthy Buchhandlung für dieses Leseexemplar.

Mittwoch, 10. Februar 2016

Rezension - Das Juwel, Die Gabe von Amy Ewing







Titel: Das Juwel, Die Gabe
Autor/-in: Any Ewing
Seitenzahl: 447Seiten
Verlag: FJB


Violet lebt in Armut, aber sie hat eine besondere Gabe. Eine Gabe, die ihre Chance und ihr Fluch zugleich ist ...
Violet Lasting ist etwas Besonderes. Sie kann durch blosse Vorstellungskraft Dinge verändern und wachsen lassen. Deshalb wird sie auserwählt, ein Leben im Juwel zu führen. Sie entkommt bitterer Armut und wird auf einer grossen Auktion an die Herzogin vom See verkauft, um bei ihr zu wohnen. Eine faszinierende, prunkvolle Welt erwartet sie. Doch das neue Leben fordert ein grosses Opfer von ihr: gegen ihren Willen und unter Einsatz all ihrer Kraft soll sie der Herzogin ein Kind schenken. Wie soll Violet in dieser Welt voller Gefahren und Palastintrigen bestehen? Als sie sich verliebt, setzt sie nicht nur ihre eigene Freiheit aufs Spiel. Dieser überwältigende Fantasyroman entführt uns in eine Welt voller Glanz und voller Dunkelheit. Eine Welt, in der eine Gabe ein Fluch sein kann.


Violet, die Protagonistin, ist 16 Jahre alt und das neue Surrogat der Herzogin vom See. Den Namen hat sie von ihren violetten Augen, zu ihren speziellen Augen, kann Violet ausserordentlich gut Cello spielen. Violet hat einen Bruder, Ocker, und eine 11-jährige Schwester, Hazel. Violets beste Freundin Raven ist das neue Surrogat von der Gräfin vom Stein. Durch die Treffen der Gräfinnen sehen sich Violet und Raven immer wieder, zwar ziemlich selten, und oft ohne sprechen zu dürfen, doch das stört die beiden nicht. Violet merkt jedoch bald, dass es ihrer besten Freundin überhaupt nicht gut geht...
In der Geschichte treten nicht viele wichtige Personen auf, doch dafür umso besser beschrieben. Wer "Selection" mochte, wird das lieben! Was ich besonders toll fand an der Geschichte, abgesehen von der Handlung und dem Schreibstil, fand ich die Kulisse. Die Handlungsorte waren umwerfend! So toll beschrieben! Mit all den Schlössern, den schönen Kleidern, den Personen! Einfach phänomenal! Ich hätte mir jedoch ein wenig ein längere Handlung gewünscht, es war alles so spannend, was ja eigentlich gut ist, aber es war alles so schlag auf schlag, eines nach dem anderen. Ich finde, Amy Ewing hätte ruhig noch ein paar "nicht spannende" Stellen einbauen können.
Ich muss zugeben, dass ich zuvor noch nie etwas von Amy Ewing gelesen oder gehört habe. Ich werde in der nahen Zukunft bestimmt noch weitere Bücher von ihr lesen.


Kurz gefasst ist das Buch eine Mischung aus "Selection" und "The Hunger Games".



Samstag, 6. Februar 2016

Rezension - Ich fürchte mich nicht von Tahereh Mafi





Titel: Ich fürchte mich nicht
Autor/-in: Tahereh Mafi
Seitenzahl: 316 Seiten
Verlag: Goldmann


Seit fast einem Jahr befindet sich die 17-jährige Juliette in Isolationshaft - weggesperrt von einer Regierung, die in einer von Krieg und Umweltschäden fast zerstörten Welt mit allen Mitteln um die Macht kämpft. Doch selbst deren skrupellose Schergen fürchten die junge Frau, denn sie hat einzigartige Kräfte: Wen immer Juliette anfasst, dem nimmt sie die Lebenskraft. Ihre Berührung ist tödlich. Juliette hat die Hoffnung aufgegeben, jemals wieder freizukommen. Bis die Wächter einen jungen Mann in ihre Zelle stoßen: Adam, vorgeblich ein neuer Mithäftling, in Wahrheit Soldat und Spion des grausamen Oberbefehlshabers Warner. Denn Warner ist fasziniert von Juliette und will sich ihre Fähigkeit zu Nutze machen. Er holt die junge Frau in seinen Palast, versucht sie sich gefügig zu machen. Juliette, eingeschüchtert und angeekelt von der eigenen tödlichen Macht, schwankt zwischen Gut und Böse, Licht und Dunkel - zwischen ihrer aufkeimenden Liebe zu Adam und ihrer eigenartigen Faszination für Warner. Und verflucht sich für ihre Schwäche. Doch als es darauf ankommt, ist sie stärker, als sie selbst es ahnt, und nimmt den Kampf auf: um ihr Leben, ihre Liebe und um die Zukunft ihrer Welt.


Ich musste dieses Buch einfach haben, spätestens nachdem Kücki immer davon gesprochen hat :D.  Obwohl ich nicht vollkommen sprachlos bin, stellt "Ich fürchte mich nicht" doch einen soliden, interessanten Auftakt der Trilogie dar.




Der außergewöhnliche Schreibstil ist, ohne Frage, eine Besonderheit an diesem Buch. Außergewöhnlich, anders, einfach etwas Neues... nach wenigen Seiten weiß man schon, was gemeint ist, und braucht nicht ewig, um sich in die Geschichte einzulesen. Die Autorin erschafft aussergewöhnliche Bilder. Zu Beginn haben mich die durchgestrichenen Passagen gestört und auch etwas verwirrt, kommt aber schnell damit klar. Mit dieser Art, konnte die Autorin jedoch sehr gut die Unentschlossenheit von Juliette rüberbringen, was mir wiederum sehr gut gefallen hat.


Gleich zu Beginn  ist man als Leser mitten im Geschehen. Mit jeder Seite wird die Spannung mehr und mehr aufgebaut, was mir abermals sehr gut gefallen hat. Ich bin schon ganz neugierig auf den 2. Teil :)



"Ich fürchte mich nicht" überzeugt mich mit seinem einzigartigen Schreibstil, dem Spannungsaufbau und den Charakteren!  Eindeutig ein Buch für Dystonie-Liebhaber!




Sonntag, 23. August 2015

Rezension - Mein Herz zwischen den Zeilen von Jedi Picoult




Titel: Mein Herz zwischen den Zeilen
Autor/-in: Jodi Picoult
Seitenzahl: 283 Seiten
Verlag: Boje


Was wäre, wenn die Charaktere in einem Buch ein Eigenleben hätten, solange die Buchdeckel geschlossen bleiben? Ein Eigenleben, das mit der Geschichte des Buches gar nichts zu tun hat? Erst, wenn das Buch wieder geöffnet wird, gehen die Figuren auf Position und spielen ihre Rolle für den Leser weiter. Und was wäre, wenn einer dieser Charakter das Buch unbedingt verlassen wollte? Besser noch: Wenn sich eine Leserin in ihn verlieben und beschließen würde, ihm zu helfen?

Eine Liebe, die Grenzen überwinden muss – das ist die Geschichte von Delilah, einem ganz normalen Mädchen, und Oliver, dem Held ihres Lieblingsbuchs. Die beiden verlieben sich ineinander: Doch wie können zwei so unterschiedliche Welten jemals zusammenfinden?




Nun ja, ich bin ein wenig geteilter Meinung über das Buch. Rein objektiv gesehen ist das Buch nicht schlecht, allerdings hatte ich etwas vollkommen anderes erwartet... Und aus diesem Grund war ich total enttäuscht, als ich es dann gelesen habe.
Aber zuerst mal zu den positiven Dingen. Das Cover finde ich unglaublich toll (einer der Gründe, wegen der ich das Buch gekauft habe). Außerdem ist die Grundidee (Meiner Meinung nach) genial. Und die Idee, das Buch in zwei Farben zu schreiben, um die Perspektiven zu unterscheiden ist, so weit ich weiß, bisher einzigartig.
Zu den negativen Punkten habe ich (leider) deutlich mehr zu sagen. Ich finde die Geschichte viel zu kurz gehalten, dadurch gehen die Details verloren, die eine Geschichte lebendig machen, es gibt auch kaum Nebenhandlungen. Wahrscheinlich ist auch der zweite Kritikpunkt eine Folge davon: Die Personen sind alle sehr oberflächlich. Die Autoren versuchen zwar, ihnen unterschiedliche Charakter zu geben, aber im Vergleich zu anderen Büchern sind sie einfach nicht vielschichtig genug. Das Problem ist, dass eine Person nicht nur aus einer Charaktereigenschaft besteht: Ein realer Mensch ist nicht nur die ganze Zeit schüchtern, es gibt auch Situationen, in denen er über sich hinauswächst. Auch eine lustige Person kann tiefsinnig sein. Und auch die Mutigen und Starken haben mal schwache Momente oder sind auf Hilfe angewiesen. Außerdem hätte ich gehofft, dass das ganze irgendwie romantischer wäre, „mittelalterlicher“. Keine Ahnung, für mich gehören Computer und Computerspiele einfach nicht in Bücher. Und ein Prinz hat mit seinem Schwert zu kämpfen und nicht seine Gegner mit Zahnbürsten hereinzulegen (oder war es Bestechung mit der Zahnbürste? Ach egal...).



Ich finde die Grundidee prima, aber da hätte man noch sehr viel mehr draus machen können. Nach diesem Klappentext hatte ich mit etwas ganz anderem gerechnet. Wenn man es schafft, ohne Erwartungen an das Buch heranzugehen, ist es (glaube ich) ganz nett, aber immer noch nicht vergleichbar mit vielen anderen Büchern.